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Amira - Forgotten Islands (2014) Teil 3

Eine freundliche Metropole - Amira/Indonesien Blog Teil 3/12

Hoch über den Dächern von Jakarta weht eine angenehme Brise. Die Skye Bar und das Restaurant befinden sich auf dem 56. Stock im Menara BCA Gebäude.

Skyline von Jakarta
Zusammen mit Willi, Michael und Anita Bode erkunden wir die berühmte Bar. Der Besuch in der Hauptstadt ist ein Kulturschock. Die Metropole ist sauber, hochmodern und extrem organisiert. Michael ist schon ganz aufgeregt. Angeblich hat man von der Bar eine wunderbare Aussicht und der Sonnenuntergang sei legendär.

Jeder der gesehen werden will » who is who« trifft sich hoch über der Skyline von Jakarta. Doch nicht jedem wird Eintritt gewährt. Ein strikter Dresscode erschwert auch uns den Zutritt. Michael trägt bequeme Ledersandalen. Ein sehr smarter Schuh, die Zehen sind frei, doch er trägt »Keine« Socken. Ihm wird der Zutritt verweigert. Erst nach einer längeren Diskussion wird ihm Einlass gewährt. Die Bedienung ist freundlich aber hochnäsig. »Excuse me, do you have a booking? « Immer noch irritiert von der Auseinandersetzung des Türstehers schießen die Worte aus dem Mund bevor ich stoppen kann.» What a dumb question, of course we don’t have a booking. We have just arrived from Germany after a very long flight and all we want to do is enjoy a cool beer and your hospitality. « Irgendwann erbarmt sich dann doch der Kellner und führt uns zu einem Tisch. Wow, wer ist die Schönste im ganzen Land? Die Bar ist gerammelt voll mit »Ladies & Men« mit ihrem Designer Handtaschen, Handys, Ipads und Klamotten. Wir sind definitiv »underdressed«. Unterhaltung ist nicht weiter möglich, die Musik ist doch zu laut. Aber Michael hat Recht, der Sonnenuntergang ist legendär. Nach zwei gegönnten Bierchen beschließen wir eines der vielen Restaurants aufzusuchen. Auch hier scheint die gesamte Metropole versammelt zu sein. Es hört sich an wie in einem Hühnerstall. Anita und ich können es nicht lassen und fangen ebenfalls an laut zu reden damit wir von dem Gebrüll unseres Tischnachbarn nicht überschreit werden. Gestärkt nach einem lustigen Abend versuchen wir unser Glück mit einem Taxi zum Hotel zurück zu kehren. Es ist unglaublich wie zäh der Verkehr in der Stadt ist. Lautes Hupen, ein unordentliches Gedrängel und die Abgase von den Motorrädern und LKWS machen den Weg zurück zum Hotel zur Hölle. Die Fahrt für 24 Kilometer beträgt 64 Minuten. Nichts für übermüdete, gestresste Europäer ohne richtigen Schlaf und stundenlangem Flug. An der Hotelbar genehmigen wir uns einen Absacker. Für heute reicht es. Im Zimmer duschen wir den Straßenstaub ab und gönnen uns eine wohlverdiente Ruhe. Es wird ein früher Start zum nächsten Abschnitt unserer Reise.

Unser Körper hatte kaum eine Chance verlorenen Schlaf nachzuholen, schon wieder bimmelt der Wecker. Diesmal lass ich »Mann« nicht weiterschlafen. Das Badezimmer ist riesig. Doppelwaschbecken, flauschige Badetücher, zwei Bademäntel und in der begehbaren Dusche mit »Wasserfall« Duschkopf ist Platz für zwei Personen. Da krieg ich meinen »Morgenmuffel« für eine heiße Dusche gleich mal mit runter. Gut gelaunt geht es dann zum Frühstück. Schade, dass nicht jeder Tag so anfängt! Um sieben Uhr geht es weiter. Der Hotel Shuttle Bus drängelt sich durch den morgendlichen Verkehr. Noch einmal einchecken bei Lion Air und diesmal werden wir heftig zur Kasse gebeten. Wieder einmal zu viel Übergepäck mitgenommen. Die Boing 737 erreicht Massakar in zwei Stunden. Wir müssen unser Gepäck abholen. Dort reicht die Zeit für einen Milchkaffee im Golden Metro Cafe bevor es weitergeht. Der Rest der Tauchtruppe ist eingetroffen und stellt sich vor. Da ich immer noch den Hochzeitskuchen mit mir rumschleppe, wird dieser nun serviert. Der Aufruf für den Weiterflug nach Hassan folgt. Deja vu, wieder werden wir wegen Übergepäck zur Kasse gebeten. Lion Air hat strikte Angaben und das Gewicht darf nicht überschritten werden. Da hilft kein Bitten oder Betteln. Erbarmungslos wird die Rechnung in die Hand gedrückt. Allerdings scheint es das Handgepäck nicht zu beinhalten. Mit mehreren Taschen voller kuriosem Inhalt, stürmen die Einheimischen das kleine Flugzeug und verstauen ihr Hab und Gut für den Weiterflug. Da bleibt nichts anderes übrig als den Rucksack in dem engen Flugzeug auf den Beinen zu balancieren. 120 Minuten später holpert der Flieger der Landebahn von Hassan – Ujungpatung entlang. Es ist der letzte Abschnitt zur Weiterreise nach Maumere. In Maumere erwartet uns das gleiche Trauma. Langsam bin ich am Ende und zerre an meinen Fettreserven. Ein letztes Gedrängel: Die Geldbörse wird immer leichter. Übergepäck noch einmal zahlen und verzweifelt das Handgepäck verstauen. Schon hebt der Flieger ab, dem ersehnten Ziel Maumere entgegen. Der freundlich, lächelnde Indonesier neben mir, beansprucht voll seinen Sitzplatz und verteidigt sein »Revier« mit Ellenbogen und Zeitung. Zu seiner Belustigung ist Udo am schnarchen und er gibt mir »High Five« bei jedem gurgelnden Atemzug. Endlich, nach einer weiteren »verschwitzen« Stunde liegt Flores unter uns. Eine typisch einheimische Insel mit vielen Geschäften, Moscheen und Low Key Resorts. Es ist gut zu wissen, dass die schwere Anreise sich ihrem Ziel nähert. So eine Reise ist nicht einfach.
Landebahn von Hassan – Ujungpatung

jeder darf ein Stückchen Kuchen

Jakarta Airport Abflughalle

Unsere Truppe in Jakarta beim Check in von Lion Air

Beautiful Sky Bar Skyline

Die Skye Bar und das Restaurant befinden sich auf dem 56. Stock im Menara BCA Gebäude

Fine dining and living

Maumere Flughafen

Shopping mit Anton, Michael in Jakarta

Chillen beim Einkaufen

Kühles Blondes in der Sky Bar
Highlight Taxifahrt durch Jakarta

Gaumenschmaus

Gottseidank kein Katzenkacke Kaffee auf der Liste

Die Kefrigs tanzen auf den Dächern von Jakarta

DJ Skye Bar Abend Entertainment darf nicht fehlen

Freundliche Taxifahrer warten auf uns

Rushhour - Im Shuttlebus vom FM 7 Hotel durch die Stadt


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© Text: Rose Kefrig, Foto: Udo Kefrig, Team Oceanpics

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